Impingement-Syndrom.

Das Impingement-Syndrom stellt die häufigste Ursache von Schulterschmerzen dar. Gemeint sind unterschiedlichste Erkrankungen des Gelenkbereichs unterhalb des Schulterdachs (Subcromialraum). In diesem Kontext fällt auch häufig der Begriff „Subacromial-Syndrom“ (= Engpass-Syndrom). Dieser resümiert verschiedene Ursachen, die in Schleimbeutelentzündungen resultieren.

01 Symptome.

Das Schultergelenk wird von einem knöchernen Dach bedeckt. Darunter befindet sich ein begrenzter Raum für Sehnen, die die Bezeichnung „Rotatorenmanschette“ tragen und für die aktive Beweglichkeit der Schulter essenziell sind, sowie der sich zwischen Schulterdach und Rotatorenmanschette befindliche Schleimbeutel. Letzterer wiederum dient als Puffer zum knöchernen Schulterdach in jenem eingangs beschriebenen begrenzten Raum. Wird jener Raum zu eng (z.B. aufgrund eines Knochensporns), werden die Weichteile eingeklemmt. Dadurch können schmerzhafte Entzündungen des Schleimbeutels und sogar Sehneneinrisse entstehen.

Die am häufigsten auftretenden Symptome beschreiben Schmerzen bei Überkopfbewegungen und Nachtschmerzen im seitlichen Bereich der Schulter und des Oberarms, teilweise mit Ausstrahlung bis zum Ellbogen.

02 Behandlungsmöglichkeiten.

02 Behandlungs-möglichkeiten.

Um zu einer Diagnose zu gelangen, wird nach einer ausführlichen körperlichen Untersuchung auf eine Röntgenuntersuchung zurückgegriffen, wobei hier Röntgenbilder in verschiedenen Ebenen anfertigt werden, wodurch es möglich ist, die knöchernen Strukturen zu beurteilen. Im Zuge einer MRT-Untersuchung erfolgt des Weiteren eine Begutachtung der Sehnen bzw. Rotatorenmanschette sowie die Diagnose etwaiger Schwellungen. Die Behandlungsmöglichkeiten gestalten sich sowohl konservativ als auch operativ.

Konservative Therapie

Grundsätzlich erfolgt nach der Diagnosestellung eine Physiotherapie. Sind die Schmerzen sehr stark, besteht auch die Option, die Entzündung mittels einer Kortison-Spritze zu hemmen.

Operative Therapie

Erweisen sich die Schmerzen als lang anhaltend, ist ein operativer Eingriff empfehlenswert. Dieser wird routinemäßig arthroskopisch durchgeführt, indem der Schleimbeutel sowie einige Millimeter Knochen vom Schulterdach entfernt wird. Somit entsteht mehr Platz für die Sehnen.

03 Nachbehandlung.

Nach erfolgreicher Operation können die Patient_innen die Schulter frei bis zur Schmerzgrenze bewegen. Die Physiotherapie wird bereits am Tag nach der Operation eingeleitet, um den Heilungsprozess bestmöglich zu unterstützen. Für die Dauer der Nachbehandlung kann kein allgemeingültiges Rezept definiert werden, da sie individuell verschieden ist. Im Regelfall beschränkt sie sich jedoch auf einen ungefähren Zeitraum von drei bis sechs Monaten. Die volle Arbeitsfähigkeit wird – abhängig von der persönlichen beruflichen Belastung – zwischen sechs bis zwölf Wochen postoperativ wieder erreicht.